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Was ist ein MMORPG - Am Beispiel von Neverwinter

Was ist ein MMORPG - Am Beispiel von Neverwinter

Als Perfect World das MMORPG Neverwinter veröffentlichte, brach eine Diskussion in der Community aus, ob das Spiel überhaupt ein MMORPG sei.

Anhand des Beispiels Neverwinter wollen wir der Definition eines MMORPGs auf den Grund gehen - jedoch ohne Gewähr, da dies jeder Spieler anders sieht.

Zu den ersten MMORPGs gehörten Meridian 59, Ultima Online und Everquest. Der Spieler erstellte sich typisch für ein Rollenspiel einen Helden und fand sich dann in einer Welt wieder, die voller Abenteuer steckte - daher ein RPG. In dieser Welt agierten tausende an anderen Spieler, daher das Wort Massively=massiv, groß. Da man gemeinsam mit diesen Spielern unterwegs war und zusammen spielte, war es ein Multiplayerspiel. Der Umstand, dass man nicht über ein lokales Netzwerk, sondern über das Internet spielte, machte es zu einem Onlinespiel. Zusammen ergab dies ein Massively Multiplayer Online RPG.

Über die Jahre erschienen immer mehr MMORPGs, welche sich an diesem Prinzip orientierten. Alle steckten die Spieler zusammen mit vielen anderen Usern in eine Onlinewelt voller Abenteuer, in der man Quests erledigen, Monster jagen und seinen Helden verbessern konnte. Es gab immer mal wieder Abweichungen, neue Features, geänderte Mechaniken. Doch im Grunde blieben alle dem MMORPG-Prinzip treu.

Als 2013 Neverwinter als MMORPG erschien, führte dies zu einer Diskussion. Das Spiel bietet die typische RPG-Kost mit Quests, Kämpfen und Charakterausbau, man spielt im Multiplayer online mit anderen Spielern und trifft in den Hubs wie Städten und Lagern auf Hunderte von anderen Spielern. Pro Server spielen sogar mehrere Tausend. Grundsätzlich vereint also auch Neverwinter all das, was ein MMORPG ausmacht.

Stein des Anstoßes für die Diskussion, die nun sogar zu einer Grundsatzfrage für das Genre allgemein wurde, ist der Umstand, dass es in Neverwinter keine frei begehbare, große und offene Spielwelt gibt, sondern diese in Instanzen mit gelegentlichen größeren Hubs eingeteilt ist. Coregamer, die das Genre von Anfang an begleiten sind der Meinung, dass ein MMORPG ähnlich wie Everquest, Ultima Online oder World of Warcraft eine freie und offene Welt brauche, in der Tausende an Spielern gleichzeitig agieren und man auch auf diese treffen könne. Alles andere wäre nur ein Multiplayer Online RPG.

Andere sehen dies aber nicht so und sind der Meinung, dass nach der Grundsatz-Definition des MMORPGs, auch Neverwinter in dieses Genre fällt. Auch wenn es keine offene Welt gibt und man in den meisten Gebieten auf nur wenige Spieler oder sogar gar keine trifft.

Ist Neverwinter jetzt ein MMORPG oder nicht? Grundsätzlich ja. Möchte man es jedoch weiter einschränken und damit sagen, dass es keine offene große Welt gibt, dann müsste man theoretisch den Spielen mit einer offenen Welt eine neue Bezeichnung geben. Denn alle anderen Kriterien erfüllt Neverwinter.

Wie seht ihr das? Teilt uns doch eure Meinung darüber, was ihr als MMORPG empfindet in den Kommentaren mit.

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