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Interview mit dem Omnium-Team

Vor knapp zwei Wochen startet die erste Beta-Runde des Omnium-Projekts. Das Spiel versucht an die Grundlagen von Master of Orion anzuknüpfen und bietet auch in der Beta-Runde viele Features. Wir haben mit den beiden Entwicklern gesprochen.

Mudder: Heute interviewe ich Gedger und TomSilver, die beiden Programmierer des neuen Weltraumstrategiespiels Omnium. Stellt euch am besten erstmal vor.


Gedger: Hallo, also mein Name ist Andre alias Gedger und ich bin Primär für die Entwicklung/Programmierung des Spiels zuständig. Hauptberuflich bin ich als selbstständiger Entwickler von Webapplikationen tätig.



TomSilver: Ich heiße Michael alias TomSilver und bin 33 Jahre alt. Über das Spiel Knightsdivine und Online Soccer fand ich meinen Einstieg in die BG-Welt. Meine Schwerpunkte liegen in Marketing, Presse, Ideen, Texte, Forum und Support. Im RL mache ich Marketing auch beruflich.



Mudder: Omium ist ja ein neues Weltraumstrategiespiel. Erklärt unseren Lesern doch bitte um was es bei dem Spiel geht.



Gedger: Bei Omnium-Projekt ging es vor allem darum ein neues Konzept für ein Browserspiel im Bereich Weltraum zu erstellen, dass sich nicht an die bekannten Browserspiele anlehnt. Bei Omnium-Projekt gibt es somit die gängigen Spielbereiche wie Fleetsaving und Raiding nicht. Und auch die übliche Rohstoffproduktion wurde komplett aus dem Konzept entfernt. Der Spieler kann durch eigenständige Verwaltung seiner Planeten selbstständig entscheiden wie er seine Prioritäten setzt, indem er Einwohnereinheiten auf die drei bereiche Produktion, Nahrung und Forschung umgruppiert.



TomSilver: Ziel des Spiels ist es Artefakte einer alten Kultur gemeinsam mit der Allianz zu finden um so als Leader einer Ally Imperator zu werden.



Mudder: Was unterscheide Omnium von anderen Browsergames?




TomSilver: Wir bieten Spieltiefe und trotzdem einfachste Steuerung, so dass alle Weltraum Interessierten Ihren Spielspaß finden können.Auch die Rohstoff Funktion ist vollkommen neu. Es gibt keine Rohstoffe, wie z.B. Erz im üblichen Sinne mehr. Darum verzichten wir auf Raiding Aktionen.Das Omnium-Projekt zeichnet sich zusätzlich dadurch aus, dass auf der Karte agiert werden kann. Flotten können angeklickt und so in neue Systeme geschickt werden.Dadurch versuchen wir ein fast schon grafisches Interface zu simulieren. Die Flotten können nach der Erforschung von 11 verschiedennen Schiffstypen und einer vielzahl von Waffensystemen frei zusammengestellt werden. Theoretisch gibt es so mehr als 150.000 Möglichkeiten (rechnerisch). Wir bauen auf ein starkes Ally System um den Spielspaß in der Community zu fördern.


Gedger: Zu erwähnen ist auch noch das einfach zu handhabene Forschungsmodul. Der Spieler kann jederzeit seine Forschung durch eine andere ersetzen und kann damit flexibel auf eventuelle Ereignisse reagieren.



Mudder: Das klingt ja nach recht viel Arbeit. Wie lange habt Ihr an Omnium programmiert?



Gedger: Die Entwicklung von Omnium-Projekt ist natürlich noch lange nicht abgeschlossen, das Grundgerüst, welches derzeit in der Betarunde getestet wird, wurde in ca. 4 Monaten erstellt. Es gibt jedoch noch einige Module die noch nicht fertig gestelt sind und vor allem der Spielerinteraktion zugute kommen sollen.



Mudder: Und wie seit Ihr auf die Idee zu dem Projekt gekommen?



Gedger: Ich war und bin ein begeisterter Master of Orion Spieler und da diese Art des Spielkonzepts zu meiner verwunderung von noch keinem Browser-Weltraumspiel aufgenommen wurde, lag es nahe dies selbst in die Hand zu nehmen. Als ich die Idee dann Tom vorgestellt habe, konnten wir sehr schnell ein Konzept dazu auf die Beine stellen.



Mudder: Das Spiel ist nun knapp 2 Wochen Online. Wieviel Spieler haben sich bis heute angemeldet?



Gedger: Bisher hatten wir ca 500 Registrierungen, wie bei allen Browserspielen hat Omnium natürlich auch mit Registrierungen zu kämpfen die sich nie oder nur einmal einloggen, diese werden jedoch umgehend aus dem System entfernt, so dass wir momentan 361 Registrierte Nutzer haben.



Mudder: Und wie sind die Reaktionen der Spieler auf das Spiel?



Gedger: Also die Reaktionen der Spieler sind bisher sehr positiv, es gibt sehr viele Vorschläge und Anregungen seitens der noch sehr jungen Community. Dennoch glauben wir auf dem richtigen Weg zu sein.



TomSilver: Viele Spieler zeigen sich jetzt schon teilweise sogar begeistert. Sie begrüßen das neue System und die Einfachheit.



Mudder: Gab es evtl. einige Probleme oder gibt es etwas womit Ihr selber noch unzufrieden seit?



TomSilver: Das Spiel läuft in dieser Beta schon sehr stabil. Kleine Fehler werden immer wieder mal gefunden und sind dann schnell behoben. Der Spieler soll in der kommenden Beta viel stärker in die direkte Handlung eingebunden werden.

Bislang können wir also sehr zufrieden sein.



Mudder: Das Spiel ist ja noch in einem recht jungen Status. Was habt Ihr für die Zukunft geplant und womit können die Spieler in nächster Zeit rechnen?



TomSilver: Interaktion der Spieler steht im Vordergrund. Alien Planaten, die Artefakte und Weltraumpiraten werden eingebaut. Wenn diese Beta zum Test der Bewegungs- und Kampfsysteme abgeschlossen ist, folgt eine Beta mit Neuerungen die dem Spielfluß dienen




Gedger: Geplant ist noch eine ganze Menge, vor allem im Bereich der Spielerinteraktion gibt es noch Module die eingebaut werden müssen, so wird es zb einen Raumschiffhändler geben, die von Tom angesprochenen Weltraumpiraten und Ereignisse die nur auf dem Planeten, dem System oder dem ganzen Universum eintreten.

 



Mudder: Gibt es einen Zeitplan? Was wird als nächstes eingebaut und müssen die Spieler bald mit einem Reset rechnen?



Gedger: Wir haben natürlich einen Zeitplan aufgestellt, die Basisfunktionen sollen bis zum Ende diesen Monats komplett eingebaut sein. Einen Reset wird es natürlich auch geben, dafür können wir aber noch keinen festen Termin ansetzen. In den Bereich fliessen einfach zuviele Faktoren um wirklich ein Konkretes Datum abzugeben. Noch ist also genug Zeit um sich schonmal mit Omnium-Projekt anzufreunden :)



Mudder: Vom Spielumfang klingt das recht viel. Wieviel Zeit muss ein Spieler mitbringen um Omnium erfolgreich spielen zu können?



TomSilver: Sehr wenig. Vor allem wer nachts mal schlafen möchte sollte Omnium-Projekt spielen ,-) . 1-3 mal am Tag reichen um gut mitspielen zu können.



Gedger: Ich würde den Zeitaufwand für Omnium-Projekt als gering bis durchschnittlich einstufen. Mit 30-45min pro Tag kann man schon sehr viel erreichen auch ohne die nötige Nachtruhe aufgeben zu müssen.



Mudder: Ihr habt ja auch von vorn herein Premium-Accounts für das Spiel vorgesehen. Wie denkt Ihr wird da die Zukunft bei den Browsergames aussehen? Müssen die Spieler evtl. bald damit rechnen immer etwas für die Spiele zu zahlen?



TomSilver: Das Spiel wird generell kostenlos bleiben. Allerdings richten wir Premium Accounts ein, die das Spielen etwas komfortabler machen. So ist dann eine längere Bauliste oder ein Forschungsassistent vorhanden. Die Kosten soll sich jeder Schüler leisten können. Er kann diese dann von Monat zu Monat zahlen und ist nicht per Abo gebunden.



Mudder: Vor einem Jahr hatten die Premiumaccounts noch Seltenheitswert, heutzutage zählen sie ja schon zum Standardinventar eines Browsergames. Wie seht Ihr die Zukunft der Browsergames?



TomSilver: Die Browsergame Branche steht meines Erachtens noch am Anfang. Die meisten Entwickler betreiben ein Spiel als Hobby oder um Ihr Können umzusetzen. Darum ist vieles nur Semi-Professionell im Wirtschaftlichen Sinne. Ich halte es für möglich, dass sich mit dem größer werdenden Markt auch Profis beteiligen, die mit Kapital mehr Leistung bieten können. Wer jetzt seine Weichen nicht stellt, wird den Markt in 2-4 Jahren vollkommen verschlafen.



Mudder: Mit eurem Kartensystem und den detailierten Gameplay zeigt sich ja auch, dass der Aufwand bei Browsergames immer größer wird. Gleichzeitig gilt bei den kommerziell erfolgreichen Spielen jedoch die Masse an Spielern. Was wird sich eurer Meinung nach durchsetzen? Bleiben die detailierten Browsergames nur eine Sparte oder können auch sie sich kommerziell durchsetzen?



Gedger: Ich denke Spieler wollen in einem Browserspiel nicht überflutet werden, dennoch ist der Hang zum grafischen Interface deutlich abzusehen. Eine Spielkarte gehört schon fast zum Standard und auch Flash wird in naher Zukunft immer mehr Verwendung finden. Über eine alternative Flashkarte wird auch bei Omnium schon nachgedacht.


TomSilver: Durchsetzen wird sich nur der, der Spielspaß produziert. Um Spielspaß für eine breite Masse zugänglich zu machen muss ein Spiel einfach und verständlich sein. Wir sehen uns nicht als Spartenprodukt. Unser Ziel ist es aber die richtige Mischung zwischen Anspruch und Einfach zu bilden. BG mit enormer Spieltiefe werden (leider) noch lange ein Nischenprodukt bleiben.

 

Mudder: Bei der Entwicklung von Browsergames gibts ja immer einen Streit zwischen den Programmierern um die Programmiersprache. Ihr habt euch ja für PHP entschieden. Wiso und denkt Ihr, dass PHP auch für die Zukunft ausreichende Leistungen bringen wird?


Gedger: Jeder Programmierer hat meistens ein System das er bevorzugt. Und Diskussionen wird es da immer geben, solang es unterschiedliche Programmiersprachen gibt. Ich denke PHP erfüllt für unseren Bereich seinen Zweck sehr gut, aus diesem Grunde denke ich, wird PHP auch weiterhin gute Dienste verrichten. Mit der Entwicklung von PHP5 ist man auf jeden Fall auf dem richtigen Weg.



Mudder: Ok Dann bedanke ich mich für das Interview und wünsche euch und eurer Community noch einen störungsfreien Flug in die Zukunft.

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